Die Bilanz: Frankreich gegen Deutschland nach Menge und Anteil
Weichweizen und Dinkel sind die volumenstärkste Getreidekultur der EU. 2024 erntete die EU-27 111 585,5 Tausend Tonnen, und Frankreich stand erneut an der Spitze mit 25 376,8 Tausend Tonnen — 22,7% der Unionserzeugung.
Deutschland folgte mit 18 241,2 Tausend Tonnen, das sind 16,3%. Der Abstand zwischen beiden beträgt 7 135,6 Tausend Tonnen, also 39,1% mehr als Deutschlands gesamte Ernte; zusammen erzeugten sie 43 618,0 Tausend Tonnen, 39,1% des EU-Gesamtergebnisses.
Dahinter liegt das Feld dicht beieinander: Polen auf Rang drei mit 12 183,6 Tausend Tonnen (10,9%), Rumänien vierter mit 9 259,2 (8,3%), Bulgarien fünfter mit 6 978,4 (6,3%), Spanien sechster mit 6 417,1 (5,8%), Ungarn siebter mit 5 003,6 (4,5%) und Tschechien achter mit 4 598,3 (4,1%).
Alle Werte in 1 000 t. Anteil am EU-27-Gesamtergebnis (111 585,5 Tausend Tonnen) 2024, Datensatz apro_cpsh1.
| Land | Erzeugung 2024 (1.000 t) | Anteil an der EU | Rang |
|---|---|---|---|
| Frankreich | 25 376.8 | 22.7% | 1 |
| Deutschland | 18 241.2 | 16.3% | 2 |
| Polen | 12 183.6 | 10.9% | 3 |
| Rumänien | 9 259.2 | 8.3% | 4 |
| Bulgarien | 6 978.4 | 6.3% | 5 |
Frankreichs Rückgang: von 29,8% auf 22,7%
Frankreich begann das Jahrzehnt 2015 mit 40 468,5 Tausend Tonnen und beendete es 2024 mit 25 376,8 — ein Rückgang um 37,3% oder 15 091,7 Tausend Tonnen. Sein Anteil an der EU-Erzeugung sank von 29,8% auf 22,7%, ein Verlust von 7,1 Prozentpunkten.
Deutschlands Rückgang fiel flacher aus: 26 462,3 Tausend Tonnen 2015 gegen 18 241,2 im Jahr 2024, ein Minus von 31,1% und 8 221,1 Tausend Tonnen. Sein Anteil bewegte sich von 19,5% auf 16,3%.
Das gruppierte Diagramm für 2015 und 2024 zeigt, wer sich in die andere Richtung bewegte. Polen stieg von 10 753,9 Tausend Tonnen und einem Anteil von 7,9% auf 12 183,6 (10,9%), ein Plus von 13,3%. Rumänien kletterte von 7 954,5 (5,9%) auf 9 259,2 (8,3%), ein Plus von 16,4%.
Weichweizen und Dinkel, Erzeugung in 1 000 t und jährliche Wachstumsrate, 2015 gegenüber 2024, Datensatz apro_cpsh1.
| Land | 2015 (1.000 t) | 2024 (1.000 t) | Nettoveränderung | CAGR |
|---|---|---|---|---|
| Frankreich | 40 468.5 | 25 376.8 | −37.3% | −5.05%/Jahr |
| Deutschland | 26 462.3 | 18 241.2 | −31.1% | −4.05%/Jahr |
| Polen | 10 753.9 | 12 183.6 | +13.3% | +1.40%/Jahr |
| Rumänien | 7 954.5 | 9 259.2 | +16.4% | +1.70%/Jahr |
| EU-27 | 135 755.0 | 111 585.5 | −17.8% | −2.15%/Jahr |
Die Herausforderer: Polen und Rumänien steigen auf
Polen ist inzwischen der dritte Weizenerzeuger der EU, mit 12 183,6 Tausend Tonnen und 10,9% der Ernte 2024 — die höhere der beiden Kurven im Diagramm Polen gegen Rumänien. Seine Erzeugung stieg im Jahrzehnt um 13,3%, das sind 1,40% pro Jahr im Durchschnitt, von 10 753,9 Tausend Tonnen und einem Anteil von 7,9% im Jahr 2015. Sein bestes Jahr war 2022 mit 13 195,1 Tausend Tonnen, sein schwächstes 2018 mit 9 637,6.
Rumänien wuchs noch schneller: von 7 954,5 Tausend Tonnen (2015) auf 9 259,2 (2024), +16,4% im Jahrzehnt und +1,70% pro Jahr, mit einem Anteil, der von 5,9% auf 8,3% stieg. Die rumänische Reihe ist zugleich die unruhigere der beiden: Sie reicht von einem Tief von 6 381,7 Tausend Tonnen im Jahr 2020 bis zu einem Höchststand von 10 404,1 im Jahr 2021.
Die Stabilität trennt beide. Polens Variationskoeffizient liegt bei 9,3%, nahe an Deutschlands 9,9%; Rumäniens liegt bei 13,3%, genau wie Frankreichs. Zusammen ernteten Polen und Rumänien 2024 21 442,8 Tausend Tonnen — 19,2% der EU-Ernte. Ungarn, 2015 bei 5 237,6 Tausend Tonnen, beendet das Jahrzehnt mit 5 003,6 (4,5%), ein Minus von 4,5% und Rang sieben der Tabelle 2024.
Die beiden Herausforderer gegen die beiden Spitzenreiter, Weichweizen, Position 2024 und Veränderung im Jahrzehnt, Datensatz apro_cpsh1.
| Land | 2024 (1.000 t) | Anteil an der EU | Nettoveränderung | CAGR | CV 2015-2024 |
|---|---|---|---|---|---|
| Polen | 12 183.6 | 10.9% | +13.3% | +1.40%/Jahr | 9.3% |
| Rumänien | 9 259.2 | 8.3% | +16.4% | +1.70%/Jahr | 13.3% |
| Ungarn | 5 003.6 | 4.5% | −4.5% | −0.51%/Jahr | 7.2% |
| Frankreich | 25 376.8 | 22.7% | −37.3% | −5.05%/Jahr | 13.9% |
| Deutschland | 18 241.2 | 16.3% | −31.1% | −4.05%/Jahr | 9.9% |
Deutschlands ruhige Hand: Ertrag, Fläche und die verlässliche Nummer zwei
Frankreich führte alle zehn Jahre von 2015 bis 2024, doch Deutschlands Reihe ist die ruhigere. Sein Variationskoeffizient über das Fenster beträgt 9,9% gegen 13,9% in Frankreich — rund ein Drittel weniger.
Die Fläche erklärt einen Teil der Differenz. Deutschlands Weizenfläche fiel von 3 263,9 auf 2 566,7 Tausend Hektar, ein Minus von 21,4%, während Frankreichs Fläche von 5 161,4 auf 4 214,6 Tausend Hektar zurückging, ein Minus von 18,3%. Deutschland endet mit 2 566,7 Tausend Hektar, 1 647,9 Tausend Hektar weniger als Frankreichs 4 214,6, und beide Länder verzeichnen 2024 ihren Tiefststand im Jahrzehnt — 18 241,2 Tausend Tonnen für Deutschland und 25 376,8 für Frankreich.
Das Ertragsdiagramm 2024 führt Irland mit 8,14 t/ha an der EU-Spitze, vor Deutschland (7,11), Frankreich (6,02), Ungarn (5,74), Polen (5,11) und Rumänien (4,09). Deutschland hält damit rund 18,1% mehr Getreide pro Hektar als Frankreich, ein Vorsprung, der die kleinere der beiden Flächen ausgleicht.
Indikatoren für Weichweizen in Frankreich und Deutschland, 2015-2024. CV = Variationskoeffizient der Jahresreihe, Datensatz apro_cpsh1.
| Indikator | Frankreich | Deutschland |
|---|---|---|
| Erzeugung 2024 (1.000 t) | 25 376.8 | 18 241.2 |
| Erzeugung 2015 (1.000 t) | 40 468.5 | 26 462.3 |
| Nettoveränderung 2015-2024 | −37.3% | −31.1% |
| CAGR 2015-2024 | −5.05%/Jahr | −4.05%/Jahr |
| CV 2015-2024 | 13.9% | 9.9% |
| Fläche 2024 (1.000 ha) | 4 214.6 | 2 566.7 |
| Flächenveränderung 2015-2024 | −18.3% | −21.4% |
| Ertrag 2024 (t/ha) | 6.02 | 7.11 |
Das EU-Gesamtergebnis: ein Jahrzehnt des Rückgangs, 135 755,0 auf 111 585,5
Das EU-27-Gesamtergebnis erreichte seinen Höhepunkt im ersten Jahr des Fensters mit 135 755,0 Tausend Tonnen und seinen Tiefststand im letzten mit 111 585,5, wie die EU-Trendkurve zeigt — ein Rückgang um 17,8% oder 24 169,5 Tausend Tonnen, ein Minus von 2,15% pro Jahr im Durchschnitt.
Die aggregierte Reihe ist deutlich ruhiger als die beiden Rivalen: Ihr Variationskoeffizient liegt bei 5,8% gegen 13,9% für Frankreich und 9,9% für Deutschland. Monoton fällt sie ebenfalls nicht — 2019 erntete die EU 131 836,0 Tausend Tonnen und 2021 129 884,3, beide über dem Schlussjahr.
Die Fläche hinter der Ernte 2024 bewegte sich in entgegengesetzte Richtungen. Polens Weizenfläche blieb praktisch unverändert, 2 395,5 auf 2 385,7 Tausend Hektar (−0,4%), während Rumänien Land hinzufügte, 2 103,8 auf 2 263,5 Tausend Hektar (+7,6%), und Ungarns Fläche von 1 029,3 auf 872,2 Tausend Hektar fiel (−15,3%).
Ertrag 2024 und die dahinterstehende Fläche. Ertrag = Erzeugung ÷ Fläche, auf zwei Dezimalen gerundet; Datensatz apro_cpsh1.
| Land | Ertrag 2024 (t/ha) | Fläche 2024 (1.000 ha) | Flächenveränderung 2015-2024 |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 7.11 | 2 566.7 | −21.4% |
| Frankreich | 6.02 | 4 214.6 | −18.3% |
| Ungarn | 5.74 | 872.2 | −15.3% |
| Polen | 5.11 | 2 385.7 | −0.4% |
| Rumänien | 4.09 | 2 263.5 | +7.6% |
Frequently Asked Questions
Welches Land erzeugt in der EU den meisten Weizen?
Frankreich, mit 25 376,8 Tausend Tonnen im Jahr 2024 — 22,7% des EU-27-Gesamtergebnisses. Deutschland folgte mit 18 241,2 Tausend Tonnen (16,3%), Polen mit 12 183,6 (10,9%).
Wie viel Weizen erzeugen Frankreich und Deutschland zusammen?
2024 zusammen 43 618,0 Tausend Tonnen, das sind 39,1% der EU-27-Erzeugung von 111 585,5 Tausend Tonnen.
Sinkt die Weizenerzeugung in der EU?
Über 2015-2024 ja: von 135 755,0 auf 111 585,5 Tausend Tonnen, ein Minus von 17,8%, im Durchschnitt −2,15% pro Jahr. Der Variationskoeffizient von nur 5,8% zeigt jedoch, dass die Reihe nicht monoton fällt: 2019 wurden 131 836,0 und 2021 129 884,3 Tausend Tonnen geerntet.
Steigt Rumäniens Weizenerzeugung?
Ja: von 7 954,5 Tausend Tonnen (2015) auf 9 259,2 (2024), +16,4% oder +1,70% pro Jahr, mit einem Anteil, der von 5,9% auf 8,3% stieg. Die Reihe bleibt schwankungsanfällig (CV 13,3%), mit einem Tief von 6 381,7 im Jahr 2020 und einem Höchststand von 10 404,1 im Jahr 2021.
Source data extracted from Eurostat dataset apro_cpsh1.
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