Ein Viertel mehr Soja: das EU-Jahrzehnt in Zahlen
Die EU-27-Sojaerzeugung stieg von 2 443 200 Tonnen im Jahr 2015 auf 3 070 900 Tonnen im Jahr 2024 — ein Nettozuwachs von 25,7% und eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 2,57%. Kein Jahr des Fensters brach ein: Der Variationskoeffizient (CV) über die zehn Ernten liegt bei 6,8%.
Der Verlauf war nicht geradlinig. Bis 2018 kletterte die Erzeugung auf 2 912 100 Tonnen, sank 2022 auf 2 506 300 Tonnen, erholte sich 2023 auf 2 862 200 Tonnen und erreichte 2024 mit 3 070 900 Tonnen den Höchstwert des Fensters.
Die Fläche erzählt dieselbe Geschichte. Die EU-Sojafläche wuchs von 893 400 Hektar im Jahr 2015 auf 1 119 000 Hektar im Jahr 2024, ein Plus von 25,3%. Erzeugung und Fläche dehnten sich nahezu im Gleichschritt aus: Das Wachstum des Jahrzehnts kam ebenso sehr von mehr Hektar wie von mehr Kilogramm pro Hektar.
EU-27-Sojaerzeugung nach Jahr, 2015-2024, Datensatz apro_cpsh1. Nettoveränderung +25,7%, CAGR +2,57%/Jahr, CV 6,8%.
| Jahr | EU-27-Erzeugung (1.000 t) |
|---|---|
| 2015 | 2443.2 |
| 2016 | 2542.8 |
| 2017 | 2743.0 |
| 2018 | 2912.1 |
| 2019 | 2813.3 |
| 2020 | 2681.8 |
| 2021 | 2712.9 |
| 2022 | 2506.3 |
| 2023 | 2862.2 |
| 2024 | 3070.9 |
Wo Soja wächst: die Erzeugerkarte 2024
Italien ist das Soja-Herzland der EU: 1 125 600 Tonnen im Jahr 2024, das sind 36,7% der EU-27-Erzeugung. Frankreich folgt mit 398 500 Tonnen (13,0%), Rumänien mit 316 800 Tonnen (10,3%). Zusammen entfallen auf die drei Länder 60,0% der Ernte.
Unter dem Podium ist das Feld dicht besetzt. Ungarn erzeugte 258 900 Tonnen (8,4%), Kroatien 255 100 Tonnen (8,3%) und Österreich 249 100 Tonnen (8,1%) — drei Länder, die weniger als 10 000 Tonnen trennen und die alle nahe der 8%-Marke liegen.
Die Anteile lasen sich 2015 anders: Italien hielt 47,6%, Frankreich 13,8%, Rumänien 11,4%, Kroatien 8,0%, Ungarn 6,0% und Österreich 5,6%. Dieselben sechs Länder, eine sichtbar andere Balance.
Die sechs größten EU-27-Sojaerzeuger 2024. Die drei größten Länder lieferten zusammen 60,0% der EU-Erzeugung. Datensatz apro_cpsh1.
| Rang | Land | Erzeugung 2024 (1.000 t) | Anteil an der EU-27 |
|---|---|---|---|
| 1 | Italy | 1125.6 | 36.7% |
| 2 | France | 398.5 | 13.0% |
| 3 | Romania | 316.8 | 10.3% |
| 4 | Hungary | 258.9 | 8.4% |
| 5 | Croatia | 255.1 | 8.3% |
| 6 | Austria | 249.1 | 8.1% |
Die Verschiebung unter der Oberfläche: Italien stagniert, Österreich boomt
Die Schlagzeile verdeckt eine Rotation. Italiens Erzeugung sank über das Jahrzehnt um 3,2%, von 1 162 700 Tonnen im Jahr 2015 auf 1 125 600 Tonnen im Jahr 2024 — eine jährliche Rate von −0,36% —, obwohl seine Sojafläche von 309 000 auf 336 700 Hektar stieg.
Österreich bewegte sich in die andere Richtung und legte 80,8% zu (137 800 auf 249 100 Tonnen), eine CAGR von +6,80% pro Jahr, die schnellste Expansion aller großen EU-Erzeuger in diesem Fenster. Frankreich legte 18,3% zu (336 800 auf 398 500 Tonnen), Kroatien 29,9% (196 400 auf 255 100 Tonnen) und Rumänien 14,2% (277 300 auf 316 800 Tonnen).
Weil das Wachstum über Italien hinaus verteilt war, sank der italienische Anteil an der EU-Erzeugung von 47,6% im Jahr 2015 auf 36,7% im Jahr 2024 — ein Rückgang von rund elf Prozentpunkten. Österreichs Anteil stieg im selben Zeitraum von 5,6% auf 8,1%.
Anteile an der EU-27-Sojaerzeugung und Erzeugungsveränderung, 2015 vs. 2024. CAGR = jährliche Wachstumsrate; Strich = nicht ausgewiesen. Datensatz apro_cpsh1.
| Land | Anteil 2015 | Anteil 2024 | Nettoveränderung | CAGR |
|---|---|---|---|---|
| Italien | 47.6% | 36.7% | -3.2% | -0.36%/Jahr |
| Frankreich | 13.8% | 13.0% | +18.3% | +1.89%/Jahr |
| Rumänien | 11.4% | 10.3% | +14.2% | — |
| Kroatien | 8.0% | 8.3% | +29.9% | — |
| Österreich | 5.6% | 8.1% | +80.8% | +6.80%/Jahr |
Ertrags-Realitätscheck: Italiens Fläche leistet mehr
Italiens 3,34 Tonnen pro Hektar sind der höchste Ertrag unter den großen Sojaerzeugern der EU im Jahr 2024. Österreich folgt mit 2,78 t/ha, Frankreich mit 2,61 t/ha und Kroatien mit 2,48 t/ha — eine Spanne von 0,86 t/ha zwischen dem oberen und dem unteren Ende dieser Gruppe.
Diese Ertragslücke erklärt, warum Italien Anteile verlieren kann, ohne Fläche zu verlieren. Die italienische Erzeugung fiel um 3,2%, während die Fläche von 309 000 auf 336 700 Hektar stieg: mehr Land brachte über das Jahrzehnt eine etwas kleinere Ernte.
Italiens Ernten sind zugleich die stabilsten der Gruppe, mit einem CV von 7,9% über 2015-2024 — knapp über den 6,8% des EU-27-Aggregats —, während Österreichs 19,7% und Rumäniens 20,9% zeigen, wie viel variabler eine einzelne kleinere nationale Ernte sein kann.
Sojaerträge 2024, Datensatz apro_cpsh1. Ertrag = Erzeugung ÷ Fläche.
| Land | Ertrag 2024 (t/ha) | Erzeugung 2024 (1.000 t) |
|---|---|---|
| Italien | 3.34 | 1125.6 |
| Österreich | 2.78 | 249.1 |
| Frankreich | 2.61 | 398.5 |
| Kroatien | 2.48 | 255.1 |
Einstiegsüberlegungen: was die Daten kleineren Betrieben sagen
Das geprüfte Bild liefert drei Datenfakten für alle, die Soja abwägen. Erstens: Die EU-Angebotsreihe wächst stetig — +25,7% in zehn Jahren, bei einer jährlichen Rate von 2,57% und einem aggregierten CV von nur 6,8%.
Zweitens: Die Ausweitung findet auf der Fläche statt, nicht nur beim Ertrag. Die EU-Sojafläche stieg um 25,3% auf 1 119 000 Hektar; das Wachstum ist also nicht auf eine Handvoll enger Anbaugebiete beschränkt, in denen die Kultur schon am besten lief.
Drittens: Das Risiko auf Länderebene streut stark: Italiens CV liegt bei 7,9%, Österreichs bei 19,7% und Rumäniens bei 20,9%. Ein Erzeuger, der auf einer kleineren nationalen Basis als die drei Großen einsteigt, sieht Jahresschwankungen von rund dem Zweieinhalbfachen des italienischen Werts — die deutlichste Warnung der Daten für einen kleinen Betrieb.
Wachstums- und Stabilitätsindikatoren, Datensatz apro_cpsh1, Fenster 2015-2024.
| Indikator | Wert |
|---|---|
| Wachstum der EU-27-Erzeugung, 2015-2024 | +25.7% |
| CAGR der EU-27, 2015-2024 | +2.57%/Jahr |
| CV der EU-27, 2015-2024 | 6.8% |
| Wachstum der EU-27-Sojafläche, 2015-2024 | +25.3% |
| CV Italien, 2015-2024 | 7.9% |
| CV Österreich, 2015-2024 | 19.7% |
| CV Rumänien, 2015-2024 | 20.9% |
| CAGR Italien, 2015-2024 | -0.36%/Jahr |
| CAGR Österreich, 2015-2024 | +6.80%/Jahr |
Frequently Asked Questions
Wie viel Soja erzeugt die EU?
Die EU-27 erzeugte 2024 3 070 900 Tonnen, 25,7% mehr als die 2 443 200 Tonnen von 2015. Das Wachstum lag über das Jahrzehnt bei durchschnittlich 2,57% pro Jahr.
Welches EU-Land baut das meiste Soja an?
Italien, mit 1 125 600 Tonnen im Jahr 2024 — 36,7% der EU-27-Erzeugung. Frankreich (398 500 Tonnen, 13,0%) und Rumänien (316 800 Tonnen, 10,3%) vervollständigen die Top drei.
Wächst Italiens Sojaerzeugung?
Nein. Die italienische Erzeugung sank zwischen 2015 und 2024 um 3,2% (1 162 700 auf 1 125 600 Tonnen), und ihr Anteil an der EU-Erzeugung fiel von 47,6% auf 36,7%, während die Sojafläche von 309 000 auf 336 700 Hektar stieg.
Welches EU-Land hat Soja am schnellsten ausgeweitet?
Unter den großen Erzeugern Österreich: +80,8% über 2015-2024 (137 800 auf 249 100 Tonnen), eine jährliche Rate von 6,80%. Frankreich legte 18,3% zu, Kroatien 29,9%.
Source data extracted from Eurostat dataset apro_cpsh1.
This article was generated using AI. The content is based on Eurostat data and is provided as a starting point — please verify all data with the original source.




