939,2 Tsd. Tonnen EU-Hanfproduktion (2021–2025): Eine vollständige Datenaufschlüsselung
Frankreich dominiert die EU-Hanfproduktion mit 645,6 Tsd. Tonnen (68,7 % des EU-Gesamtwerts), gefolgt von den Niederlanden mit 88,9 Tsd. Tonnen (9,5 %), während Italien mit 8,30 t/ha die höchste Ertragseffizienz aufweist.
EU-Marktanteil: Wer dominiert die Hanfproduktion?
Im Zeitraum 2021–2025 produzierte die Europäische Union insgesamt 939,21 Tsd. Tonnen Hanf in EU-Standardfeuchte, ein Jahresdurchschnitt von 187,84 Tsd. t/Jahr.
Frankreich ist der überragende Marktführer mit 645,57 Tsd. Tonnen (129,11 Tsd. t/Jahr) in den fünf Jahren, ein Anteil von 68,7 % am EU-Gesamtwert. Die Niederlande als zweitgrößter Produzent steuerten 88,89 Tsd. Tonnen (17,78 Tsd. t/Jahr) oder 9,5 % bei. Die vier größten Erzeugermitgliedstaaten — Frankreich, die Niederlande, Deutschland und Polen — repräsentieren gemeinsam 85,2 % der gesamten EU-Hanfproduktion.
| Mitgliedstaat | Gesamt (1 000 t) | Jahresdurchschn. (1 000 t/J.) | % der EU-Gesamtmenge |
|---|---|---|---|
| Frankreich | 645.57 | 129.11 | 68.7 |
| Niederlande | 88.89 | 17.78 | 9.5 |
| Deutschland | 33.00 | 6.60 | 3.5 |
| Polen | 32.61 | 6.52 | 3.5 |
| Österreich | 23.39 | 4.68 | 2.5 |
| Italien | 18.51 | 3.70 | 2.0 |
| Litauen | 11.39 | 2.28 | 1.2 |
| Rumänien | 8.52 | 1.70 | 0.9 |
| Spanien | 2.25 | 0.45 | 0.2 |
| EU gesamt | 939.21 | 187.84 | 100.0 |
Landwirtschaftliche Effizienz: Ertrag pro Hektar
Obwohl Frankreich das größte Produktionsvolumen aufweist, erzielt es nicht den höchsten Ertrag pro Hektar. Italien führt die EU mit einem 5-Jahres-Durchschnitt von 8,30 t/ha bei der Hanf-Ertragseffizienz an, gefolgt von den Niederlanden mit 7,50 t/ha und Frankreich mit 6,34 t/ha. Deutschlands geschätzter Ertrag von 8,05 t/ha für 2025 basiert nur auf einem einzigen Jahr.
Italiens überragender Ertrag spiegelt einen intensiveren Anbauansatz wider: 8,26 t/ha werden auf nur 2,24 Tsd. Hektar erzielt — der kleinsten Anbaufläche unter den größten Produzenten. Frankreich hingegen widmet 102,89 Tsd. Hektar dem Hanfanbau und erzielt ein Produktions-Flächen-Verhältnis von 6,27 t/ha. Hinweis: Die Ertragswerte für 2025 für Polen und Litauen sind geschätzt (Flagge "e") und der Wert für Spanien ist vorläufig (Flagge "p"), sodass ihre langfristigen Durchschnitte in künftigen Eurostat-Übermittlungen korrigiert werden können.
| Mitgliedstaat | Durchschn. Ertrag (t/ha) |
|---|---|
| Italien | 8.30 |
| Niederlande | 7.50 |
| Frankreich | 6.34 |
| Österreich | 4.21 |
| Polen | 4.19 |
| Rumänien | 3.46 |
| Spanien | 3.05 |
| Litauen | 2.68 |
Regionale und klimatische Unterschiede in Europa
Der Hanfanbau in der EU ist stark auf Westeuropa konzentriert, das über 81 % der Gesamtproduktion ausmacht. Frankreich, die Niederlande und Deutschland bilden den Kern dieses Westblocks, wobei Frankreich allein den Großteil beiträgt.
Osteuropäische Erzeuger unter Führung Polens tragen einen kleineren, aber bedeutenden Anteil bei. Südeuropa hat trotz der hohen Erträge Italiens aufgrund der geringeren Anbaufläche in mediterranen Klimazonen ein begrenztes Gesamtvolumen.
| Region | Mitgliedstaaten | Gesamt (1 000 t) | Jahresdurchschn. (1 000 t/J.) | EU-Anteil |
|---|---|---|---|---|
| Westeuropa | FR, NL, DE | 767.46 | 153.49 | 81.7% |
| Osteuropa | PL, LT, RO | 52.52 | 10.50 | 5.6% |
| Mitteleuropa | AT | 23.39 | 4.68 | 2.5% |
| Südeuropa | IT, ES | 20.76 | 4.15 | 2.2% |
Zeitliche Trends: Marktstabilität vs. Volatilität
Der Fünfjahreszeitraum zeigt gegenläufige Entwicklungen bei den führenden Erzeugern. Frankreich als dominierender Produzent wies moderate Schwankungen auf — von 141,5 Tsd. Tonnen im Jahr 2021 über 121,7 im Jahr 2022, einer Erholung auf 135,5 im Jahr 2024 bis hin zu 124,0 im Jahr 2025. Frankreichs Produktionsspanne von 121,7 bis 141,5 Tsd. Tonnen ergibt einen Variationskoeffizienten von etwa 7 % über die fünf Jahre und macht es zum stabilsten großvolumigen Erzeuger in der EU.
Die Niederlande verzeichneten eine deutliche Ausweitung mit einer fast Verdoppelung der Produktion von 13,3 Tsd. Tonnen im Jahr 2021 auf 23,3 Tsd. Tonnen im Jahr 2025. Die niederländische Produktion stieg zwischen 2021 und 2025 um 75 %, angetrieben durch eine sprunghafte Entwicklung im Jahr 2024.
Polen und Österreich wiesen ausgeprägte Rückgänge auf: Die polnische Hanfproduktion sank von 15,1 Tsd. Tonnen im Jahr 2021 auf geschätzte 2,9 Tsd. Tonnen im Jahr 2025e — ein Rückgang von 81 %. Die österreichische Produktion fiel von 10,7 Tsd. Tonnen im Jahr 2021 auf 2,7 Tsd. Tonnen im Jahr 2025, ein Rückgang von 75 %. Litauen hingegen verzeichnete ein stetiges Wachstum von 1,8 auf 3,0 Tsd. Tonnen. Die divergierenden Pfade dieser mittelgroßen Erzeuger verdeutlichen die strukturelle Neuausrichtung im EU-Hanfsektor.
Italien behielt eine relativ konstante Produktion zwischen 2,4 und 4,7 Tsd. Tonnen bei und zeigte damit moderate Stabilität. Hinweis: Deutsche Daten waren nur ab 2025 verfügbar (geschätzt, Flagge "e"), und spanische Daten für 2025 sind vorläufig (Flagge "p").
| Jahr | EU gesamt | Frankreich | Niederlande | Polen | Österreich | Italien |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2021 | 186.52 | 141.46 | 13.28 | 15.08 | 10.70 | 4.71 |
| 2022 | 168.37 | 121.72 | 14.10 | 6.36 | 5.20 | 3.95 |
| 2023 | 167.34 | 122.82 | 13.63 | 4.69 | 2.65 | 2.35 |
| 2024 | 193.13 | 135.53 | 24.57 | 3.63 | 2.14 | 3.11 |
| 2025 | 196.50 | 124.04 | 23.31 | 2.85e | 2.70 | 4.39 |
Flächennutzung: Wie die Länder Ackerland priorisieren
Die EU widmete insgesamt 166,46 Tsd. Hektar (33,29 Tsd. ha/Jahr) dem Hanfanbau im Zeitraum 2021–2025. Frankreich beanspruchte 102,89 Tsd. Hektar (61,8 %) oder 20,58 Tsd. ha/Jahr — mehr als alle anderen EU-Mitgliedstaaten zusammen.
Die gesamte EU-Hanffläche von 166,46 Tsd. Hektar in fünf Jahren zeigt, dass Hanf in der europäischen Landwirtschaft eine relativ Nischenkultur bleibt. Frankreichs überproportionale Flächennutzung unterstreicht seine Rolle als wichtigstes Hanfanbauzentrum der EU.
| Mitgliedstaat | Fläche (1 000 ha) | Jahresdurchschn. (1 000 ha/J.) | % der EU-Gesamtfläche |
|---|---|---|---|
| Frankreich | 102.89 | 20.58 | 61.8 |
| Deutschland | 22.00 | 4.40 | 13.2 |
| Niederlande | 11.56 | 2.31 | 6.9 |
| Polen | 7.12 | 1.42 | 4.3 |
| Österreich | 5.18 | 1.04 | 3.1 |
| Litauen | 4.26 | 0.85 | 2.6 |
| Rumänien | 2.56 | 0.51 | 1.5 |
| Italien | 2.24 | 0.45 | 1.3 |
| EU gesamt | 166.46 | 33.29 | 100.0 |
Frequently Asked Questions
Welches EU-Land produziert am meisten Hanf?
Frankreich ist mit Abstand der größte Hanfproduzent in der Europäischen Union und erzielte zwischen 2021 und 2025 mit 645,6 Tsd. Tonnen einen Anteil von 68,7 % an der gesamten EU-Produktion.
Welches EU-Land hat den höchsten Hanf-Ertrag?
Italien erzielt mit durchschnittlich 8,30 Tonnen pro Hektar den höchsten Hanf-Ertrag in der EU, obwohl es die kleinste Anbaufläche unter den wichtigsten Erzeugermitgliedstaaten aufweist.
Wie hat sich die EU-Hanfproduktion zwischen 2021 und 2025 verändert?
Die EU-Hanfproduktion blieb mit rund 187,8 Tsd. Tonnen pro Jahr weitgehend stabil, doch es gab große Verschiebungen bei den einzelnen Erzeugern — die französische Produktion schwankte moderat, die Niederlande expandierten deutlich, während Polen und Österreich starke Rückgänge verzeichneten.
Source data extracted from Eurostat dataset apro_cpsh1.
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